Über mich

Pflege, Bildung und Ethik gehören für mich zusammen.

Mein beruflicher Weg führte von der unmittelbaren Pflegepraxis über die Pflegepädagogik zur angewandten Ethik. Heute verbinde ich diese Erfahrungen als Weiterbildungsleitung, Dozentin, Referentin und Moderatorin.

Portrait von Carola Fromm
Mein Weg

Von der Pflegepraxis zur angewandten Ethik

Mein beruflicher Weg begann in der Gesundheits- und Krankenpflege. Die unmittelbare Begegnung mit kranken, verletzlichen und auf Unterstützung angewiesenen Menschen hat mein Verständnis von Pflege bis heute geprägt.

Im Laufe meiner Tätigkeit wurde für mich immer deutlicher: Professionelles Handeln beruht nicht allein auf Fachwissen. Es braucht ebenso die Fähigkeit, Situationen aufmerksam wahrzunehmen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und das eigene Handeln immer wieder zu hinterfragen.

Aus diesem Interesse führte mein Weg von der Pflegepraxis über die Pflegepädagogik zur angewandten Ethik.

Was mich leitet

Ethik beginnt für mich mit Aufmerksamkeit.

Ethische Fragen zeigen sich im Sozial- und Gesundheitswesen häufig nicht als klar benannte Konflikte. Sie entstehen im Alltag: wenn Selbstbestimmung und Fürsorge miteinander in Spannung geraten, wenn unterschiedliche Vorstellungen von einem guten Leben aufeinandertreffen oder wenn institutionelle Bedingungen das professionelle Handeln begrenzen.

Mich interessiert, wie Menschen solche Situationen erleben, welche Werte und Bedürfnisse berührt werden und wie gemeinsames Nachdenken gelingen kann. Dabei geht es nicht darum, vorschnell die eine richtige Antwort zu finden. Vielmehr möchte ich dazu beitragen, Fragen zu klären, Perspektiven sichtbar zu machen und Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen.

„Ethische Reflexion beginnt dort, wo wir bereit sind, genauer hinzusehen und einander zuzuhören.“

Drei Perspektiven

Ein berufliches Profil

Meine Angebote verbinden drei Erfahrungsfelder, die einander ergänzen und den Blick auf ethische Fragen erweitern.

Pflegepraxis

Den Alltag und seine Herausforderungen kennen. Pflege findet in Beziehungen statt – unter Bedingungen von Nähe, Abhängigkeit, Verantwortung, Zeitdruck und begrenzten Handlungsmöglichkeiten.

Pflegepädagogik

Lernen und Reflexion ermöglichen. Bildung bedeutet für mich mehr als Wissensvermittlung. Sie eröffnet Räume, in denen Erfahrungen eingeordnet, Haltungen reflektiert und neue Sichtweisen erprobt werden.

Angewandte Ethik

Orientierung in schwierigen Situationen gewinnen. Ethische Modelle und Methoden werden verständlich und mit einem klaren Bezug zur konkreten Lebens- und Berufspraxis eingesetzt.

Meine heutige Tätigkeit

Zwischen Weiterbildung, Moderation und ethischem Dialog

Am Irmgard-Bosch-Bildungszentrum des Robert Bosch Krankenhauses in Stuttgart leite ich die staatlich anerkannte Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie. Darüber hinaus bin ich in Bildungsangeboten zu Palliative Care und Palliativmedizin tätig.

Seit 2006 arbeite ich freiberuflich als Dozentin und Referentin. Meine Themenschwerpunkte liegen in der angewandten Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen sowie in Methodik und Didaktik.

Ich moderiere ethische Fallbesprechungen und Ethik-Cafés, gestalte Seminare und Workshops und halte Vorträge auf Kongressen, Fachtagungen und in Bildungseinrichtungen.

  • Weiterbildungsleitung
  • Dozentin
  • Referentin
  • Moderatorin
  • Pflegepädagogin
  • Ethikerin
Ausgewählte Stationen

Berufliche Erfahrung

Die Auswahl zeigt zentrale Stationen meines beruflichen Weges. Eine ausführlichere Übersicht und weitere Referenzen finden Sie auf der Seite „Erfahrung & Referenzen“.

Heute

Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart

Weiterbildungsleitung Pflege in der Onkologie, Kursleitung Palliative Care für Pflegende (DGP).

Seit 2006

Freiberufliche Bildungs- und Vortragstätigkeit

Seminare, Workshops und Vorträge zu Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen sowie Methodik und Didaktik.

2018–2020

RKH Akademie

Weiterbildungsleitung im Bereich pflegerischer Führung, Entwicklung von Führungskräfteprogrammen und Fachdozentin für Ethik.

2018–2020

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Lehrbeauftragte für Ethik im Bachelorstudiengang Pflege und in Bildungsangeboten für diplomierte Pflegende.

Beruflicher Ursprung

Gesundheits- und Krankenpflege

Unmittelbare Erfahrung in der Versorgung und Begleitung erkrankter Menschen.

Fachlicher Hintergrund

Qualifikationen

Angewandte Ethik

Master of Arts in Angewandter Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen

Pflegepädagogik

Diplom-Pflegepädagogin

Pflege

Gesundheits- und Krankenpflegerin

Palliative Care

Palliative-Care-Fachkraft und Moderatorin für Palliative Praxis

Engagement

Ethik braucht Strukturen – und Menschen, die sie mit Leben füllen.

Seit vielen Jahren engagiere ich mich in Klinischen Ethikkomitees. Diese Arbeit hat meinen Blick dafür geschärft, wie wichtig verlässliche Gesprächs- und Beratungsstrukturen für Einrichtungen des Gesundheitswesens sind.

Klinische Ethik darf aus meiner Sicht nicht erst dann sichtbar werden, wenn ein schwerer Konflikt eskaliert. Sie sollte Teil der Organisations- und Gesprächskultur sein und Mitarbeitenden Gelegenheiten bieten, ihre Erfahrungen, Belastungen und Unsicherheiten frühzeitig zu reflektieren.

Fachliches Engagement

  • Mitglied im Klinischen Ethikkomitee des Robert Bosch Krankenhauses
  • Langjährige Erfahrung in Klinischen Ethikkomitees und Ethikkonferenzen
  • Mitglied der Akademie für Ethik in der Medizin
  • Mitglied im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe
Wie ich arbeite

Zugewandt, strukturiert und praxisnah

In meiner Arbeit verbinde ich fachliche Impulse mit Gespräch, Reflexion und konkreten Erfahrungen der Teilnehmenden. Die jeweilige Lebens- und Berufspraxis bildet dabei den Ausgangspunkt.

Formate und Inhalte stimme ich auf Anlass, Zielgruppe und Einrichtung ab. Auch bei wissenschaftlich anspruchsvollen Themen achte ich auf eine verständliche Sprache und einen erkennbaren Bezug zum beruflichen Alltag.

  • Aufmerksamkeit
  • Dialog
  • Perspektivenvielfalt
  • Praxisbezug
  • Verständlichkeit
  • Verantwortung

Aus Erfahrung Räume für Reflexion schaffen

Ob Seminar, Vortrag, ethische Fallbesprechung oder Ethik-Café: Im Mittelpunkt steht für mich die Frage, wie Menschen miteinander über das sprechen können, was sie bewegt und herausfordert.