Pflegepraxis
Den Alltag und seine Herausforderungen kennen. Pflege findet in Beziehungen statt – unter Bedingungen von Nähe, Abhängigkeit, Verantwortung, Zeitdruck und begrenzten Handlungsmöglichkeiten.
Mein beruflicher Weg führte von der unmittelbaren Pflegepraxis über die Pflegepädagogik zur angewandten Ethik. Heute verbinde ich diese Erfahrungen als Weiterbildungsleitung, Dozentin, Referentin und Moderatorin.
Mein beruflicher Weg begann in der Gesundheits- und Krankenpflege. Die unmittelbare Begegnung mit kranken, verletzlichen und auf Unterstützung angewiesenen Menschen hat mein Verständnis von Pflege bis heute geprägt.
Im Laufe meiner Tätigkeit wurde für mich immer deutlicher: Professionelles Handeln beruht nicht allein auf Fachwissen. Es braucht ebenso die Fähigkeit, Situationen aufmerksam wahrzunehmen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und das eigene Handeln immer wieder zu hinterfragen.
Aus diesem Interesse führte mein Weg von der Pflegepraxis über die Pflegepädagogik zur angewandten Ethik.
Ethische Fragen zeigen sich im Sozial- und Gesundheitswesen häufig nicht als klar benannte Konflikte. Sie entstehen im Alltag: wenn Selbstbestimmung und Fürsorge miteinander in Spannung geraten, wenn unterschiedliche Vorstellungen von einem guten Leben aufeinandertreffen oder wenn institutionelle Bedingungen das professionelle Handeln begrenzen.
Mich interessiert, wie Menschen solche Situationen erleben, welche Werte und Bedürfnisse berührt werden und wie gemeinsames Nachdenken gelingen kann. Dabei geht es nicht darum, vorschnell die eine richtige Antwort zu finden. Vielmehr möchte ich dazu beitragen, Fragen zu klären, Perspektiven sichtbar zu machen und Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen.
„Ethische Reflexion beginnt dort, wo wir bereit sind, genauer hinzusehen und einander zuzuhören.“
Meine Angebote verbinden drei Erfahrungsfelder, die einander ergänzen und den Blick auf ethische Fragen erweitern.
Den Alltag und seine Herausforderungen kennen. Pflege findet in Beziehungen statt – unter Bedingungen von Nähe, Abhängigkeit, Verantwortung, Zeitdruck und begrenzten Handlungsmöglichkeiten.
Lernen und Reflexion ermöglichen. Bildung bedeutet für mich mehr als Wissensvermittlung. Sie eröffnet Räume, in denen Erfahrungen eingeordnet, Haltungen reflektiert und neue Sichtweisen erprobt werden.
Orientierung in schwierigen Situationen gewinnen. Ethische Modelle und Methoden werden verständlich und mit einem klaren Bezug zur konkreten Lebens- und Berufspraxis eingesetzt.
Am Irmgard-Bosch-Bildungszentrum des Robert Bosch Krankenhauses in Stuttgart leite ich die staatlich anerkannte Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie. Darüber hinaus bin ich in Bildungsangeboten zu Palliative Care und Palliativmedizin tätig.
Seit 2006 arbeite ich freiberuflich als Dozentin und Referentin. Meine Themenschwerpunkte liegen in der angewandten Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen sowie in Methodik und Didaktik.
Ich moderiere ethische Fallbesprechungen und Ethik-Cafés, gestalte Seminare und Workshops und halte Vorträge auf Kongressen, Fachtagungen und in Bildungseinrichtungen.
Die Auswahl zeigt zentrale Stationen meines beruflichen Weges. Eine ausführlichere Übersicht und weitere Referenzen finden Sie auf der Seite „Erfahrung & Referenzen“.
Weiterbildungsleitung Pflege in der Onkologie, Kursleitung Palliative Care für Pflegende (DGP).
Seminare, Workshops und Vorträge zu Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen sowie Methodik und Didaktik.
Weiterbildungsleitung im Bereich pflegerischer Führung, Entwicklung von Führungskräfteprogrammen und Fachdozentin für Ethik.
Lehrbeauftragte für Ethik im Bachelorstudiengang Pflege und in Bildungsangeboten für diplomierte Pflegende.
Unmittelbare Erfahrung in der Versorgung und Begleitung erkrankter Menschen.
Master of Arts in Angewandter Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen
Diplom-Pflegepädagogin
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Palliative-Care-Fachkraft und Moderatorin für Palliative Praxis
Seit vielen Jahren engagiere ich mich in Klinischen Ethikkomitees. Diese Arbeit hat meinen Blick dafür geschärft, wie wichtig verlässliche Gesprächs- und Beratungsstrukturen für Einrichtungen des Gesundheitswesens sind.
Klinische Ethik darf aus meiner Sicht nicht erst dann sichtbar werden, wenn ein schwerer Konflikt eskaliert. Sie sollte Teil der Organisations- und Gesprächskultur sein und Mitarbeitenden Gelegenheiten bieten, ihre Erfahrungen, Belastungen und Unsicherheiten frühzeitig zu reflektieren.
In meiner Arbeit verbinde ich fachliche Impulse mit Gespräch, Reflexion und konkreten Erfahrungen der Teilnehmenden. Die jeweilige Lebens- und Berufspraxis bildet dabei den Ausgangspunkt.
Formate und Inhalte stimme ich auf Anlass, Zielgruppe und Einrichtung ab. Auch bei wissenschaftlich anspruchsvollen Themen achte ich auf eine verständliche Sprache und einen erkennbaren Bezug zum beruflichen Alltag.
Ob Seminar, Vortrag, ethische Fallbesprechung oder Ethik-Café: Im Mittelpunkt steht für mich die Frage, wie Menschen miteinander über das sprechen können, was sie bewegt und herausfordert.